Persönliches

Herkunft:

1948 kam ich im nassauischen Katzenelnbogen (Rhein-Lahn-Kreis) als ältester von vier Söhnen zur Welt. Meine Eltern waren Bauern. Leben und Arbeit im bäuerlichen Familienbetrieb, zu dem auch eine Gastwirtschaft und eine Kornbrennerei gehörten, haben meine Kindheit und Jugend begleitet. Im Alter zwischen zehn und achtzehn Jahren verbrachte ich, da ich dort das Gymnasium besuchte, einen Teil meiner Jugendzeit bei meinen Großeltern in Weilburg. 1971 heiratete ich meine Frau, die ich während des Studiums in Gießen kennen gelernt hatte. Seit 1974 leben wir in Solms, wo wir uns sehr wohl fühlen und unsere beiden mittlerweile erwachsenen Töchter groß geworden sind.

Wolfgang Hofmann bei der Landarbeit auf dem heimischen Bauernhof im Jahre 1959
Bei der Landarbeit auf dem heimischen Bauernhof, 1959

Schule und Ausbildung:

Die Grundschule besuchte ich von 1954 bis 1958 in der damals dreiklassigen Volksschule in Katzenelnbogen. Nach der Aufnahmeprüfung 1958 besuchte ich das Gymnasium Philippinum in Weilburg, wo ich im November 1966 das Abitur ablegte.

Unmittelbar anschließend studierte ich überwiegend in Gießen sowie im Sommer 1968 in Berlin Jura und bestand nach acht Semestern Anfang 1971 die erste juristische Staatsprüfung. Die üblichen Referendarstationen absolvierte ich bei der Staatsanwaltschaft und beim Landgericht in Gießen, im Rechtsamt des Landkreises Gießen, im Regierungspräsidium Darmstadt und beim Verwaltungsgericht in Frankfurt. Eine Besonderheit war im Sommer 1972 der Besuch der Verwaltungshochschule in Speyer, die damals unter der Leitung des späteren Bundespräsidenten Roman Herzog stand. Professor Herzog war bereits im Sommersemester 1968 einer meiner Hochschullehrer für öffentliches Recht in Berlin. Nach der Anwalts- und Notariatsstation 1972/73 in Wetzlar legte ich Anfang 1974 in Frankfurt das zweite Staatsexamen ab.

Beruflicher Werdegang:

Meine Berufliche Tätigkeit begann ich in einer allgemeinen Anwaltspraxis in Wetzlar. Von 1975 bis 1978 war ich als Jurist in der Bundeswirtschaftsverwaltung beschäftigt, davon sieben Monate als Referent im Bundeswirtschaftsministerium in Bonn. Das Ministerium stand damals unter der Leitung von Graf Lambsdorff. Danach war ich bis 1991 Anwalt; zunächst war ich in einer größeren Steuer- und Rechtsberatungskanzlei in Gießen angestellt, dann selbständig in einem Büro mit mehreren Partnern in Weilmünster. In dieser Zeit erwarb ich die Zusatzbezeichnung „Fachanwalt für Steuerrecht“ und legte die Prüfung als vereidigter Buchprüfer ab. Neben Tätigkeiten in allgemeinen Rechtsgebieten lagen meine Schwerpunkte zeitweise im Steuer- und Wirtschaftsrecht.

Seit 1991 bin ich Hauptamtlicher Beigeordneter und seit 1994 Erster Kreisbeigeordneter des Lahn-Dill-Kreises. Ich bin mit den Schwerpunkten Gesundheitswesen, Krankenhäuser, Rettungsdienst, Brandschutz, Hochwasser- und Katastrophenschutz, Bauaufsicht, Denkmal- und Naturschutz, Wirtschaft, Sport, Kultur und Tourismus sowie Veterinärwesen und Verbraucherschutz, Landwirtschaft und Landschaftspflege, Dorferneuerung und Regionalentwicklung betraut. Als Erster Kreisbeigeordneter bin ich zugleich der allgemeine Vertreter des Landrats.

Wolfgang Hofmann vor der Burg Greifenstein im Jahre 2005
Vor Burg Greifenstein, 2005

Politische Prägung:

Geprägt bin ich durch meine evangelisch-christliche und zugleich weltoffen-liberale Erziehung. Seit meiner Jugend bin ich geschichtlich, sozial und politisch sehr interessiert.

Nach der Studentenbewegung gegen Ende der 60er Jahre war ich von 1972-1977 Mitglied der SPD, die ich wegen der damaligen Rentenpolitik verließ.

Nach elfjährigem Verzicht auf politische Aktivität war es mir wichtig, in einem überschaubaren Umfeld parteipolitisch unabhängig mitzuwirken. Deshalb schloss ich mich 1988 den Freien Wählern in Solms an. Der FWG- Fraktion im Solmser Stadtparlament gehörte ich von 1989 bis Ende 2001 an.

1994 wurde ich zum stellvertretenden Vorsitzenden und 1995 zum Vorsitzenden der Freien Wähler in Hessen gewählt. Im November 2005 kandidierte ich nicht mehr als Vorsitzender, um mich verstärkt den kommunalen Aufgaben im Lahn- Dill- Kreis widmen zu können.

Von 1996 bis 2002 war ich Schatzmeister der Freien Wähler Deutschland und bis 2008  einer der stellvertretenden Bundesvorsitzenden. Seit 2002 bin ich auch Kreisvorsitzender der Freien Wähler an Lahn und Dill.

Das Selbstverwaltungsrecht der Städte, Gemeinden und Kreise sowie der notwendige freie Gestaltungsraum der Bürgerinnen und Bürger ist für mich von überragender Bedeutung. Die Verteidigung der Selbstverwaltungsrechte von Bürgern und Kommunen ist nach meiner Überzeugung am besten durch starke freie und unabhängige Wählergemeinschaften gewährleistet.